WIEN 1891

Rosa Schaffer war eine der sichtbarsten Frauen Wiens. Unternehmerin, Erfinderin, Stilfigur. Ihr Name stand erst für Mode, dann für Schönheitspflege, und er war weit über die Stadt hinaus bekannt.

“Mein Streben ist, Schönheit zu verleihen, das Alter zu bannen, den Zauber blühender Jugendfrische zu erhalten.”


Rosa Schaffer, 1907

Graben, 1878

Ende 1878 eröffnet Rosa Schaffer im Grabenhof am Graben ihr Modegeschäft. In ihren Kundenbüchern stehen die glänzendsten Namen der österreichischen Gesellschaft. Hans Makart malt sie mehrfach. Im Festzug zur Silberhochzeit von Kaiser Franz Joseph und Kaiserin Elisabeth 1879 tritt sie als Blumenkönigin auf. Überliefert ist, dass sie dem Kaiserpaar Blumen überreichte.

Wer als Fremder nach Wien kam, schrieb später eine Wiener Zeitung, musste den Stephansturm, den Stock-im-Eisen und ihr Geschäft gesehen haben.

Kohlmarkt, 1899

1891 wird die Firma Rosa Schaffer in Wien protokolliert, 1893 erscheint ihr erstes Schönheitsmittel, das Poudre ravissante. Es folgen Crème und Eau ravissante, Seifen, Parfums und die Crème rosin. Ihre Rezepturen gibt sie nie preis.

1897 erhalten ihre Präparate in London und Paris die große goldene Medaille. Am 25. Oktober 1899 eröffnet sie ihren Salon am Kohlmarkt 6, für das Wiener Salonblatt eine Sehenswürdigkeit an Eleganz. Sie steht selbst am Verkaufspult. 1904 zeigt sie ihre Pflege auf der Weltausstellung in St. Louis.

Als sie 1931 stirbt, nennt sie ein Nachruf die schönste Frau Österreichs.

Wiener Ikone

Wien um 1900 hatte viele Gesichter. Ihres kannte jeder.

Auszeichnungen

Große goldene Medaille, London und Paris 1897

K. k. Privileg

Für ihre Ravissante Präparate

Heute

Schon 1898 verkauft Rosa Schaffer ihre Pflege als Folge. „Die Anwendung dieser drei Mittel bildet zusammen eine Cur“, schreibt die Österreichische Illustrierte Zeitung.

Seit 2026 gibt es Rosa Schaffer wieder. Die Pflege entsteht in Österreich, vegan und mit Rosenwasser als Signatur. Sie folgt wieder drei Schritten. 

“Wir führen Rosa Schaffer weiter, weil ihre Geschichte weitergetragen werden soll. Und weil das, wofür sie steht, über ihre Zeit hinausreicht.”


Tanja Puschmann, Mitgründerin